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Gefährliche Über- und Unterzuckerungen bei Diabetes

Diasticker®
2025-11-12 12:06:00 / Allgemeine Diabetesinformationen Grundlagen

Wie du Hypoglykämie oder Hyperglykämie vermeiden kannst

Ob du selbst Diabetes hast oder jemanden kennst, der betroffen ist: Über- oder Unterzucker kann
bei der chronischen Krankheit schnell gefährlich sein. Was die Begriffe Hypoglykämie und
Hyperglykämie bedeuten, worin der Unterschied liegt und was im Ernstfall zu tun ist, erklären wir
dir hier.

Was ist eine Hypoglykämie (Unterzuckerung)?

Der Körper braucht Zucker (Glukose) als Energiequelle – ob beim Denken, Sprechen, Bewegen
oder sportlichen Aktivitäten. Diese Energie gewinnt der Körper vor allem aus Glukose, die über
das Blut zu den Zellen transportiert wird. Ohne genug Glukose fühlen wir uns schnell müde,
unkonzentriert oder zittrig. Bei einer Hypoglykämie ist der Blutzucker zu niedrig, meistens unter
70 mg/dl.

Zu einer Unterzuckerung bei Diabetes kann es kommen, wenn man beispielsweise zu viel Insulin
gespritzt hat. Auch das Auslassen einer Mahlzeit kann zu einem zu niedrigen Blutzucker führen.
Bewegt man sich mehr als gewöhnlich, kann das ebenfalls für eine Unterzuckerung sorgen. All
diese Beispiele können für Menschen mit Diabetes gefährlich werden - der Körper reagiert mit
ernstzunehmenden Symptomen, die von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausfallen.

Das sind erste Anzeichen für Unterzucker:

  • Zittern oder Schwächegefühl
  • Schwitzen
  • Herzklopfen
  • Reizbarkeit oder Verwirrtheit
  • Heißhunger
Frau mit Unterzuckerung

Wenn die Unterzuckerung zu Zeiten auftritt, in denen man die Kontrolle behalten muss, zum
Beispiel beim Autofahren, kann es zu gefährlichen Situationen kommen. Daher sollten diese
Symptome immer überprüft und mit deinem behandelnden Arzt besprochen werden. Vor allem ist
eine Hyperglykämie in Verbindung mit Alkohol gefährlich. Denn die Leber ist damit beschäftigt,
Alkohol abzubauen und kann so - vor allem im Notfall - keine Glukose ausschütten. Im Extremfall
kann es zu Krämpfen, Bewusstlosigkeit oder zu einem Schlaganfall kommen.

Was hilft bei Unterzucker?

  • Schnell Zucker essen oder trinken – zum Beispiel Traubenzucker, Saft oder gezuckerte
    Limo (keine Light-Produkte). Diese kurzkettingen Kohlenhydrate führen zu einem schnellen
    Anstieg des Blutzuckers.

  • Nach 15 Minuten Blutzucker erneut messen: Ist der Wert noch zu niedrig, noch mal
    Glukose zu sich nehmen. Vorsicht: Gewebezucker und tatsächlicher Blutzucker haben eine
    zeitliche Verzögerung von etwa 15 Minuten.

  • Langkettige Kohlenhydrate hinterher essen – wie Brot oder Müsliriegel, damit der
    Blutzucker stabil bleibt. Am besten dann essen, wenn der Wert bereits gestiegen ist.

  • Bei Bewusstlosigkeit: Sofort den Notarzt verständigen, stabile Seitenlage durchführen,
    eventuell eine Glukagon-Spritze oder -Nasenspray verwenden (aber nur, wenn eine
    Überzuckerung ausgeschlossen werden kann).

Was ist eine Hyperglykämie (Überzuckerung)?

Bei einer Hyperglykämie ist der Blutzuckerspiegel zu hoch – meist über 160-180 mg/dl.
Gemessen wird hier ungefähr zwei Stunden nach einer Mahlzeit. Das kann passieren, wenn zu
wenig Insulin im Körper ist, man viel Zucker gegessen hat, erkrankt ist oder viel Stress hat.

Typische Anzeichen für eine Überzuckerung:

  • Starker Durst
  • Häufiges Wasserlassen
  • Müdigkeit
  • Trockene Haut
  • Übelkeit

Auf Dauer kann hoher Blutzucker sehr gefährlich sein und lebenswichtige Organe schädigen. Eine
Diabulimie beispielsweise, bei der man auf das Spritzen von
Insulin verzichtet, kann fatale Folgen für die Gesundheit haben. Diese verursacht eine permanente
Überzuckerung und schadet langfristig dem Körper.

Was hilft bei Überzucker?

  • Blutzucker messen, um zu wissen, wie hoch der tatsächliche Wert ist. Das Messen des
    Gewebszuckers (z.B. mit einem CGM) reicht für eine realistische Einschätzung nicht aus.
  • Auch Ketone messen, um den Blutzuckerwert besser bewerten zu können und ggf.
    Gegenmaßnahmen zu ergreifen
  • Insulin spritzen, falls notwendig (nach ärztlicher Anweisung).
  • Viel trinken – am besten Wasser oder ungesüßten Tee.
  • Leichte Bewegung kann helfen, den Zucker zu senken (aber nur, wenn keine Ketoazidose
    oder Begleiterscheinungen vorliegen).
  • Arzt rufen, wenn der Wert sehr hoch bleibt oder man sich schlecht fühlt.

Der Unterschied kurz erklärt

  • Hypoglykämie = ZU WENIG Zucker im Blut
  • Hyperglykämie = ZU VIEL Zucker im Blut

Beides ist unangenehm und kann – unbehandelt – ernst werden. Deshalb ist es wichtig, die
Anzeichen zu erkennen und zu wissen, was zu tun ist.

Wie kann man Über- oder Unterzucker vermeiden?

  • Regelmäßig Blut-/Gewebezucker kontrollieren
  • Insulin richtig dosieren
  • Gesund und regelmäßig essen
  • Bewegung einplanen, besonders bei sportlichen Aktivitäten
  • Notfallhelfer dabeihaben - wie Traubenzucker oder Glukose-Gels
  • Vorausschauend planen

Unser Tipp:

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